Wilde Wälder – Ureinwohner des Hochschwarzwaldes bei uns im „rößle“

14.05.2017 Kulturverein, Rückblick Veranstaltungen Keine Kommentare

Im früheren, urigen Stall konnte man vor dem „Wilde Wälder“ Auftritt und während der Pause ein Getränk schlürfen. Aus „gutem Stall“ war auch die Formation „Wilde Wälder“ („vom obe rab“) aus Titisee-Neustadt (Ureinwohner des Hochschwarzwaldes). Die vier, die zur Freude des voll besetzten Saales daherstiefelten in ihren ebenfalls zünftigen Gummistiefeln und ansonsten wohltuend auf allzu abstruse Kostümierungen verzichteten. Die Instrumentierung war vielfältig. Lachsalvenfördernd war das „Ansingen“ – als Alternative zu stinklangweiligen Zug-Ansagen – der Stationen der Höllentalbahn von Titisee bis Freiburg auf Melodien des „King of Rock“ Elvis Presley. Besonders gelungen war auch der Song über die Waschmaschine, die immerzu nur eintönige Sachen im Haushalt eines alten Junggesellen zu waschen hatte und das dramatischerweise in wenigen oder Waschprogrammen (aber ihre Schwester „Miele“ hatte es ja gesagt), die traumatische Hosen-Einkaufstour einer Mutter mit ihrem dreizehnjährigen Sprössling, die allerdings nicht in einem coolen Laden endete oder das gemütliche (?) Einkaufen mit Frau am Samstag.

„Anspruchsvoll“ und sehr schwermüitig wurde es mit einem Ausflug in das Operettengenre mit Melodica und Ausdruckstanz. Das Alemannisch war etwas anders als das Hiesige, dennoch sehr „romantisch“ wie beispielsweise ein veralemannischtes Liebeslied vom Clapton Erich zeigte. Verstanden hat man indes alles, auch für Leute von Auswärts per musikalischem zweisprachigemem Reiseführer, der spannende Veranstaltungen beinhaltet („Kirschwassertauchen im Bärental“ – „Cherrywater diving in Haribo-Valley“) und es zeigte sich auch, dass es sich auf gut Alemannisch notfalls trefflich unflätige Worte zuhauf von sich geben lässt. Die richteten sich allerdings keinesfalls gegen „Wilde Wälder“ mit denen es hoffentlich ein Wiedersehen gibt.

 

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